Juni 2021: Hand­i­cat Mia

Mia wurde am 23.04.2020 geboren.

Ihre jet­zi­gen Dosenöffner schreiben:

„Mia abzugeben, bricht uns das Herz.

Wir haben Mia als Kit­ten zusam­men mit Ihrem Bruder aufgenom­men. Mit ca. 3,5 Monaten erkrankte sie an Tox­o­plas­mose. Den Erreger haben wir nach monate­langer Medika­mentengabe besiegen kön­nen. Lei­der hat sie einen neu­rol­o­gis­chen Schaden davonge­tra­gen. Sie war kurzzeitig an den Hin­ter­läufen kom­plett gelähmt, aber mit viel Geduld und Übun­gen haben wir sie jetzt so weit, dass sie schrit­tweise wieder laufen kann. Sie kann nicht sprin­gen, und man muss ihr beim Toi­let­ten­gang helfen, indem man sie fes­thält, so dass sie in der Toi­lette nicht umfällt. Kot und Urin kann sie selb­st­ständig abset­zen, man muss nicht ausmassieren.

Mia braucht drei oder vier Mal am Tag Hilfe auf dem Katzen­klo. Sie ist mit­tler­weile so kon­di­tion­iert, dass sie auf dem Katzen­klo so lange wartet, bis wir sie sta­bil­isieren. Und genau das kön­nen wir lei­der nicht mehr leis­ten, da wir beide in Vol­lzeit arbeiten und nach der Zeit im Home­of­fice nun über Tag nicht mehr zu Hause sind. Wir kön­nen ihr so die erforder­liche Pflege und Für­sorge nicht geben.

Sie ist eine gesprächige Schmusekatze, die es liebt, in der Sonne zu liegen. Trotz ihrer Behin­derung spielt sie gerne, sie relaxt mit Vor­liebe draußen auf dem gesicherten Balkon; über einen gesicherten Garten würde sie sich bes­timmt auch freuen.

Wir möchten, dass sie ein Zuhause bekommt mit einen Katzenkumpel oder einer Katzen­dame, diese sollte unge­fähr altersentsprechend und nicht zu wild sein, da Mia nicht so spie­len kann wie gesunde Katzen und sich dann ver­steckt. Am besten wäre es, sie käme in eine ruhige Fam­i­lie ohne kleinere Kinder und Hund, wo jemand entweder nur halb­tags arbeitet oder sogar kom­plett zu Hause ist.“

Mia zieht entwurmt, geimpft, kas­tri­ert und gechippt gegen Schutzver­trag und Schutzge­bühr ins neue Zuhause.

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Kon­takt: info@​katzenhilfe-​gelderland.​de oder 01520 4128526

Juni 2021: Nanouk — Ein absoluter Spezial-​Fall

Bitte den gesamten Text lesen!

Nanouk wurde im Mai 2011 geboren und war immer Einzelkatze.

Bei Nanouk wurde 2020 ein Iris-​Melanom fest­gestellt, das auch operiert wurde: Tumor und das Auge mussten ent­fernt wer­den.
Die Prog­nose ist gut und da es kom­plett verkapselt war, ist es auch eher unwahrschein­lich, dass der Tumor schon gestreut hat.

Vor eini­gen Monaten fol­gten für Nanouk dann ein Umzug und ein neuer Part­ner, und ein junger Hund wurde angeschafft. Das alles war wohl zu viel für die drei­far­bige Katzen-​Lady:
Nanouk griff ihre Besitzerin mehrmals an, das let­zte Mal so heftig, dass diese sich vor Angst im Bad einsper­rte. Unter diesen Umstän­den kon­nte und sollte Nanouk nicht in ihrem bish­eri­gen Zuhause bleiben, und sie wurde schw­eren Herzens an uns abgegeben.

Nanouk zeigte sich schon früh aggres­siv ihrer Besitzerin gegenüber.
Wir ver­muten, dass Nanouk ein Opfer völ­lig falscher Sozial­isierung ist — sie hatte in der wichti­gen Prägephase keine anderen Katzen um sich, um von ihnen zu ler­nen. Sie hat nie gel­ernt, sich richtig zu ver­hal­ten und zu kom­mu­nizieren und es ihr hat nie­mand „zugehört“.

Unsere Hoff­nung ist nun, dass Nanouk durch den Umzug in eine ruhige Umge­bung ein Neuan­fang möglich ist und sie aus den alten Ver­hal­tens­mustern her­auskommt. Einige gute Ansätze lassen sich auch schon erken­nen, denn Nanouk ist dur­chaus inter­essiert am Men­schen, nimmt Fut­ter und Leck­erchen aus der Hand und geht der Pflege­do­sine auch um die Beine.
Doch lei­der kippt dieses Ver­hal­ten immer noch häu­fig um in aggres­sives Ver­hal­ten. Nanouk schlägt und faucht dann aus lauter Unsicher­heit. Kom­men ihr — nach ihrer Def­i­n­i­tion — Men­schen oder Katzen zu nahe, wird zunächst gefaucht, kommt man dann trotzdem/​weiter auf sie zu, greift sie an.

Uns ist bewusst, dass wir für eine der­ar­tig schwierige Katze quasi die Nadel im Heuhaufen suchen, aber wir möchten es wenig­stens ver­suchen.
So suchen wir für Nanouk abso­lut katzen­er­fahrene Men­schen ohne Hunde, Men­schen, die damit zurechtkom­men wür­den, ange­faucht und auch gekratzt und im Extrem­fall gebis­sen zu wer­den. Men­schen, die an diese hüb­sche, ver­störte Katze glauben und sie in ihrem Tempo ankom­men lassen bzw. sie im besten Falle nehmen wie sie ist.

Im Juni 2021 glaubten wir, das richtige Zuhause für Nanouk gefun­den zu haben. Die Glück­skatze machte sich in den ersten Tagen auch richtig gut und fühlte sich anscheinend schnell heimisch. Doch lei­der kam es dann wieder zu ihren „Aus­fällen“, und sie wurde uns schnell zurück­ge­bracht. Man wollte es nicht weiter mit ihr ver­suchen.
Aus diesem Grund beto­nen wir an dieser Stelle noch ein­mal: Dieser Katze muss man gewach­sen sein! Es nützt ihr nichts, wenn man davon aus­geht, dass es schon klap­pen wird, dass Nanouk nie wieder aggres­siv sein wird bzw. dass man sie mal eben ther­a­pieren kann. So etwas braucht Zeit — und Geduld.
Was wir als aller­let­ztes möchten, ist, diese Katze zum Wan­der­pokal wer­den zu lassen!

Nanouk zieht kas­tri­ert, gekennze­ich­net und geimpft gegen Schutzver­trag und Schutzge­bühr ins neue Zuhause.

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Kon­takt bitte über 01520 4128526 oder per Mail: info@​katzenhilfe-​gelderland.​de

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